Die Zoo-Erweiterungen
Das urspüngliche Gelände von 5,8 ha konnte bereits 1864 um 1,8 ha erweitert werden. An der neuen nördlichen Grenze wurde eine riesige Raubvogelvoliere errichtet, außerdem ließ Bodinus den Großen Weiher anlegen, von dem heute noch der östliche Teil erhalten ist. Damals wurde er im Winter manchmal auch als Schlittschuhweiher genutzt.
Im Januar 1870 übernahm Dr. Nicolas Funck die Leitung des Gartens. Er wimete sich intensiv der gärtnerischen Gestaltung des Gartens, führte den Neubau der Restauration zu Ende und ließ das Giraffen- und Antilopenhaus für die Haltugn von Dickhäutern erweitern. In seine Amtszeit fielen 1876 und 1882 die zwei schlimmsten Hochwasser, die den Garten heimgesucht haben und erhebliche Schäden an Tieren und Gebäuden hinterließen.
1882 konnte der Zoo ein weiteres Gelände von 1,7 ha jenseits des Alten Stammheimer Weges erwerben. Diesen Teil konnte man nur über eine Brücke erreichen, da der Alte Stammheimer Weg damals in Privatbesitz war. Hierhin zogen 1885 die Rinder, die bislang im vorderen Teil untergebracht waren, in die neu errichteten Blockhäuser.
Glanzstück des neuen Geländes war der Seelöwenfelsen, der 1887 unter der Leitung von Dr. Ludwig Heck vollendet wurde und der in seinen Grundfesten bis heute erhalten ist.
Bereits 1888 trat Dr. Ludwig Wunderlich sein Amt als Zoodirektor an. Unter seiner Leitung wurde 1899 das neue Vogelhaus im Stil einer russischen Kathedrale errichtet. 1903 wurden zu den großen Flugkäfigen noch Aquarien und Terrarien im Innenraum eingerichtet, 1905 ließ er zudem ein Insektehuas errichten.
1913 kamen der Alte Stammheimer Weg und ein weiteres Gelände an der Nordseite hinzu, auf dem die sogenannte Felsberganlage mit Affenfelsen, Adlerberg und Eisbärklippen errichtet wurde. Drei Tage nach Eröffnung des Affenfelsens brach der 1. Weltkrieg aus.
Fotos: Plan mit Erweiterungen, Schlittschuhweiher, Hochwasser, Seelöwenfelsen, Vogelhaus, Affenfelsen
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Tel. +49 (0) 1805. 28 01 01
(14 Ct./Min. aus dem dt. Festnetz)
E-Mail info@koelnerzoo.de

