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Rotes Schwarzbuntes Niederungsrind geboren

Köln, 03. Dezember 2015.

Deutsches Schwarzbuntes Niederungsrind

Kennzeichen: Schwarz-weißes behorntes Rind mit vorwiegend dunkler Zeichnung; mittelrahmig und mittlere Muskelfülle. Langer Rumpf. Kühe sind 130 - 140 cm groß bei 550 - 650 kg Körpergewicht. Bullen wiegen bei 150 - 162 cm Widerristhöhe 1000 - 1150 kg.

Tragzeit: 280 Tage

Verbreitung: Nord- und Ostdeutschland.

Herkunft: Bis ins 18. Jahrhundert wurden an der Nord- und Ostseeküste Rinder verschiedener Farbe gezüchtet. Erst nach 1750 setzte sich der schwarz-weiße Farbschlag durch. 1878 wurde dann in Ostfriesland der erste Zuchtverband für das Schwarzbunte Niederungsrind gegründet, in der Folgezeit waren Ostfriesland und Ostpreußen die wichtigsten Zuchtgebiete. Die Rasse verbreitete sich über ganz Nord- und Mitteldeutschland.

Eigenschaften/Leistung: Langlebig, fruchtbar und wenig krankheitsanfällig. Als Zweinutzungsrind (Milch - Fleisch) zur Mutter- und Ammenkuhhaltung für Grünlandstandorte des Flachlandes geeignet. Aus dem Grundfutter wird eine Milchleistung von 5000 kg erzielt.

Herdbuch: 8 Bullen und 2.722 Kühe. (Stand: 2013)

Gefährdungsgrad: Die ursprüngliche Zuchtrichtung des Schwarzbunten Niederungsrindes wurde in der DDR als Genreserve erhalten. Einzelne Züchter in der Bundesrepublik und Züchter in den Niederlanden konnten ebenfalls den ursprünglichen Typ des Rindes erhalten. Es steht aber heute in Stufe III (= gefährdet) auf der Roten Liste der gefährdeten Haustierrasse der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen.

Durch das zähe Festhalten einiger weniger Züchterinnen und Züchter an ihren bewährten Kühen konnte die Rasse auch in Westdeutschland vor dem Aussterben bewahrt werden. Als sich 1989 der „Verein zur Förderung und Erhaltung des Deutschen Schwarzbunten Niederungsrindes” zusammenfand, gab es nur noch gut 150 reingezogene Zuchttiere.

Im Land Brandenburg war die Situation dadurch deutlich besser, dass von der ehemaligen „Genreserve der DDR” knapp 2.000 Zuchtkühe den Umbruch von der DDR zur BRD überstanden hatten. In der DDR war diese Genreserve der DSN-Kühe als Teil der Züchtung des „Schwarzbunten Milchrindes der DDR” (SMR) erhalten worden. In Brandenburg waren und sind die DSN-Zuchtbetriebe Mitglied des Rinderzuchtverbandes RBB. Das Land Brandenburg fördert in vorbildlicher Weise die Bemühungen um die Erhaltung und Weiterentwicklung dieser Rasse. Durch Auflösung einzelner Zuchtbetriebe hat sich die Zahl der reingezogenen Tiere trotzdem leicht vermindert.

Kontakt für weitere Informationen:
AG Zoologischer Garten Köln
Bernd Marcordes

marcordes@koelnerzoo.de

Fotos: Werner Scheurer

 

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