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Zwei Jungtiere bei Persischen Leoparden

Köln, 6. Oktober 2015. Große Freude beim Kölner Zoo: Seit dem 21. September 2015 haben zwei Jungtiere des Persischen Leopardenpaares das Licht der Welt erblickt. Die Geburten wurden mit Hilfe von einer Kamera in der Wurfkiste aufgezeichnet und man konnte beobachten, wie vorbildlich sich die Mutter verhielt und sich um die Jungtiere kümmert. Dies ist der erste Wurf des Leopardenweibchens „Azisam“, die inzwischen sieben Jahre alt ist. Sie kam schon im Februar 2010 aus dem Zoo Berlin zum Kölner Zoo und wurde seitdem mit drei verschiedenen Leopardenkatern zusammengebracht. Leider gab es mit den ersten zwei Katern Probleme mit der Verträglichkeit, aber mit dem inzwischen neunjährigen Kater „Datis“ harmonisiert sie sehr gut. Datis stammt aus dem niederländischen Zoo Amersfoort und kam im Mai 2013 aus dem Safaripark Beekse Bergen, ebenfalls aus den Niederlanden nach Köln. Nun hat es endlich im Sommer 2015 mit der Paarung geklappt und nach 96 Tagen Tragzeit wurden die beiden Jungtiere geboren.

Inzwischen zwei Wochen alt haben sie sich prächtig entwickelt, die Augenspalten sind nun offen und sie rangeln schon kräftig um die Zitzen ihrer fürsorglichen Mutter. Wir werden sie erst nach ihrer ersten Impfung mit ca. 10 Wochen, dann fit und kräftig genug sich den Gefahren der Außenanlage zu stellen, den Besuchern zeigen können. Bis dahin werden wir Videoaufzeichnungen der Geburt und Bilder aus der Wurfbox auf einem Monitor in der Besucherhöhle zwischen Leoparden und Schneeleopardengehege zeigen.

 

Die Zucht der besonders großen und hellen Unterart des Leoparden, des Persischen Leoparden wird vom Zoo Lissabon, Portugal, koordiniert. Momentan werden im Europäischen Zooverband (EAZA) 85 Leoparden in 41 Haltungen gehalten. Der Kölner Zoo hält bereits seit 1968 Persische Leoparden und hat mit den jetzigen insgesamt 35 Jungtiere gezüchtet. Zuletzt kamen hier im Jahre 2006 Jungtiere zur Welt. Der Kölner Zoo ist stolz dass er wieder an seine bisherigen Zuchterfolge anknüpfen konnte.

Froh ist der Kölner Zoo auch darüber, dass sich mit dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg direkt ein Kölner Unternehmen gefunden hat, das die Patenschaft über den Nachwuchs übernimmt: „Wir freuen uns, mit dem VRS einen langjährigen Partner zu haben, der durch sein Engagement nicht nur die tierischen Bewohner unterstützt, sondern durch die Durchführung der VRS-Kindertage auch Familien mit weniger Geld ein besonderes Erlebnis bereitet“, so Zoodirektor Theo Pagel.

„Die Großkatzen gehören zu den Lieblingen der Zoobesucher, daher haben wir gerne die Patenschaft für den Nachwuchs übernommen. Das passt auch gut zu den Kindertagen von Zoo und VRS, die in diesem Jahr vom 9. bis 11. Oktober stattfinden. Dann ist der Eintritt für Kinder bis einschließlich zwölf Jahren frei. Dazu gibt es ein Rahmenprogramm mit vielen Attraktionen. Der Besuch lohnt sich also doppelt“, so VRS-Geschäftsführer Dr. Schmidt-Freitag. So bietet der VRS das beliebte Ratespiel „Rot, grün oder weiß – wer am meisten weiß“ und eine spannende Zoorallye für Kinder an. Des Weiteren ist der VRS mit Kletterwand, Buttonmaschine und Malstation vor Ort. Das Rahmenprogramm wird abgerundet mit einem Infostand am Haupteingang, an dem sich die Besucher über die Vorteile des ÖPNV informieren können.

 

Persische Leoparden können bis zu 100 kg schwer werden und sie kommen in sehr vielfältigen Lebensräumen von der Osttürkei, Syrien, über den Kleinen Kaukasus, Georgien, Aserbeidschan und vor allem im Iran und Afghanistan vor. Überall sind sie durch das Einwirken des Menschen stark bedroht. Es sollen nur noch 600-900 Tiere durch das riesige Gebiet streifen – mit abnehmender Tendenz. Dabei geraten sie immer mehr mit den Menschen in Konkurrenz und Konflikt über den Jagdanspruch auf wilde Huftiere, aber auch Haustiere, die sie manchmal aus Mangel an natürlicher Beute reißen. Mehrere nichtstaatliche Organisationen kümmern sich um ihren Erhalt und Lösungsansätze für die Konflikte. Diese Organisationen werden durch einige Zoos finanziell und bei der Forschung unterstützt. Zoos leisten einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Persischen Leoparden durch koordinierte Zuchtprogramme. Auch ist seit 2005 ein Programm zu Wiederansiedlung des Leoparden im russischen großen Kaukasus begonnen worden. Der Kölner Zoo leistet dazu wichtige Beratertätigkeit und auch durch diese erfolgreiche Nachzucht können wir langfristig dazu beitragen.

 

 

Kontakt für weitere Informationen:

AG Zoologischer Garten Köln

Dr. Alexander Sliwa

Riehler Straße 173
50735 Köln
Tel.: 0221/7785-195
Fax: 0221/7785-111
E-Mail: sliwa@koelnerzoo.de

 

Verkehrsverbund Rhein-Sieg GmbH

Holger Klein

Glockengasse 37-39

50667 Köln
Tel.: 0221/ 20808-47

Fax: 0221/ 20808-847

E-Mail: holger.klein@vrsinfo.de

Fotos: Werner Scheurer

 

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