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Mit Vögeln fing es an: das Südamerikahaus im Kölner Zoo.

Köln, 13. April 2015. Am 19. November 1899 konnte der damalige Direktor Dr. Ludwig Wunderlich das Vogelhaus - im russischen Stil erbaut - eröffnen. Schon damals schrieb man, dass "das mit seinem aparten russischen Zwiebelkuppelstil" erbaute Tierhaus "vielleicht zu den hübschesten und originellsten Tierhäusern gehört, die man in einem Zoologischen Garten sehen kann". Dies ist auch heute noch so. Das "Südamerikahaus", wie es seit langem aufgrund der Herkunft seiner Bewohner genannt wird, ist ein Unikat, einmalig in Gestalt und Funktion. Waren es zunächst überwiegend Vögel, die es beherbergte, so übernahmen nach und nach die Affen die Vorherrschaft. Selbst Menschenaffen lebten hier lange Zeit. Ab 1985 waren es dann quasi nur noch Affen aus Südamerika. Doch diese Nutzung forderte ihren Tribut, das Haus ist renovierungsbedürftig, die Tierhaltung wurde deutlich zurückgefahren. Heute leben einige südamerikanische Primaten, aber auch Papageien im Haus. Im Zentrum findet sich eine Ausstellung über die Entwicklung des Kölner Zoos in den letzten 155 Jahren.

"Unser Ziel ist es, das Haus zusammen mit dem Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz von außen wieder im alten Glanz erstrahlen zu lassen", so der kaufm. Vorstand Chr. Landsberg. Sein Kollege Zoodirektor T. Pagel ergänzt: "Im Inneren des Hauses soll aber eine moderne Tierhaltung, ein kleiner Erlebnisdschungel mit verschiedenen Tier- und Pflanzenarten entstehen - Tiergärtnerei auf hohem Niveau."  Deshalb arbeitet das Zooteam parallel an einer Planung für den Tier- und Besucherbereich. Die Idee, die Umsetzungsmöglichkeiten und auch die Kosten sollen  erarbeitet werden. Der Kölner Zoo hofft, dass die Renovierung von Außen- und Innenbereich des Südamerikahauses das nächste große Projekt sein wird, sofern die Finanzierung gesichert werden kann und der Aufsichtsrat den Vorschlägen zustimmt.

Ein solches Haus, außen aus dem 19. und innen aus dem 21. Jahrhundert gibt es in dieser Form nirgendwo. Über Einzelheiten zu reden, ist noch zu früh, doch soll im Zentrum des Hauses der Besucher quasi auf erhöhten Stegen durch den Urwald geführt werden, umgeben von tropischen Pflanzen und Tieren aus Mittel- und Südamerika.

Auch ein Naturschutzprojekt hat sich der Zoo schon ausgesucht, das er gern mit diesem Haus kombinieren möchte. Zoodirektor T. Pagel war dazu vor einigen Wochen in Belize (Mittelamerika) und hat sich das so genannte Shipstern-Projekt, das bereits vom Zoo Arnheim und dem Papiliorama in der Schweiz geführt wird, angesehen. Dort leben noch mittelamerikanische Tapire, Jaguare und viele andere bedrohte Arten.

 

Kontakt:
AG Zoologischer Garten Köln
Theo Pagel
Riehler Straße 173
50735 Köln
Telefon: 0221/7785-101
Mail: pagel@koelnerzoo.de

 

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