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Nachwuchs bei den Schneeleoparden im Kölner Zoo

Köln, 13. August 2015. Wir freuen uns sehr mitteilen zu können, dass wir seit dem 8. Mai 2015 wieder ein Jungtier von unserem Schneeleopardenpaar haben.

Der kleine Kater, den wir auf den Namen „Barid“, auf tibetanisch „Wolke“, getauft haben, wurde als einzelnes Jungtier geboren. Dies passiert bei jedem vierten Wurf von Schneeleoparden, nach Aussage des internationalen Zuchtbuch-führers. Aufgrund der fehlenden Konkurrenz um die Milch der Mutter hat er sich sehr kräftig entwickelt und klettert mutig in seinem Absperrgehege herum.

Seine inzwischen 6-jährige Mutter „Siri“ stammt aus dem Salzburger Tierpark und der ebenso alte Vater, Kater „Akito“, aus dem Zoo Magdeburg. Im Anschluss an die übliche Paarungszeit im Januar und Februar und nach einer Tragzeit von etwa 100 Tagen wurde der kleine Schneeleopard geboren. Mutter „Siri“ kümmert sich wie bereits bei ihrem ersten Wurf nun auch hervorragend um den Kleinen ihres zweiten Wurfs.

„Barid“ wurde kürzlich geimpft und brachte dabei ein Gewicht von 8 kg auf die Waage. Der kleine Schneeleopard wird ca. 1,5 Jahre bei uns bleiben, bevor er durch den Internationalen Zuchtbuchführer und gleichzeitig Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) in einen anderen Zoo vermittelt wird. Er wird seine Geschlechtsreife mit ca. 2 bis 2,5 Jahren erreichen. Der Kölner Zoo hält bereits seit 1994 Schneeleoparden und hat inzwischen 14 Jungtiere gezüchtet. Die letzten beiden kamen 2012 zur Welt.

Schneeleoparden gehören mit ihrem prächtigen grau gewölkten Fell, dem langen Schwanz und den großen Augen mit heller Iris zu den schönsten Katzen. Ihr gedrungener Körperbau und das lange Fell lassen sie größer und schwerer als ihre normalerweise 30-40 kg erscheinen. Sie sind in ihrem weiten Verbreitungsgebiet in Innerasien, welches die Länder China, Mongolei, Russland, Kasachstan, Afghanistan, Pakistan, Kirgisistan, Tadschikistan, Bhutan, Indien und Nepal umfasst, durch das Einwirken des Menschen stark bedroht. Es sollen nur noch 4.000 - 6.000 Tiere durch das riesige und oft schwer zugängliche Gebiet streifen – mit abnehmender Tendenz. Dabei geraten sie mit dem immer weiter dorthin vordringenden Menschen in Konkurrenz und Konflikt über den Jagdanspruch auf wilde Gebirgshuftiere, aber auch Haustiere, die sie manchmal aus Mangel an natürlicher Beute reißen. Mehrere nichtstaatliche Organisationen kümmern sich um ihren Erhalt und Lösungsansätze für die Konflikte. Diese Organisationen werden durch viele Zoos finanziell und bei der Forschung unterstützt. Zoos leisten einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Schneeleoparden durch koordinierte Zuchtprogramme, wie etwa das 1985 ins Leben gerufene Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP), in dem momentan 220 Schneeleoparden in 90 Haltungen gemanagt werden. Aber auch durch die Aufklärung der weltweit jährlich 600 Millionen Zoobesucher, das Sammeln von Spenden für Schutzmaßnahmen und die Bereitstellung von Fachwissen und aktiver Hilfe versuchen Zoos, dem Schneeleopard zu helfen. Wir sind stolz, dass der Kölner Zoo wieder an seine bisherigen Zuchterfolge anknüpfen konnte.

 

 

Kontakt für weitere Informationen:

AG Zoologischer Garten Köln
Dr. Alexander Sliwa
Riehler Straße 173
50735 Köln
0221/7785-195
0221/7785-111
sliwa@koelnerzoo.de

  

Fotos:
Werner Scheurer

 

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