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Nachwuchs bei den Schwäbisch-Hällischen Schweinen

Köln, 20. August 2015. Schwäbisch Hall ist nicht nur für eine Bausparkasse berühmt, sondern hat auch tierisch was zu bieten. „Mohrenköpfle“ werden die Schweine aus dieser Region liebevoll genannt. Auf unserem Bauernhof gibt es nun fünf „Mini-Mohrenköpfle“ zu sehen.

Auf dem Clemenshof waren bis vor kurzem nur zwei erwachsene Sauen und ein Eber zu Hause: Otto, der am 22.7.2014 geboren wurde und Piggy, geboren am 4.5.2014, sind von zwei Haltern aus Bayern zu uns nach Köln gekommen. Zwei Tage nach der Ankunft von Otto wurde Piggy bereits erfolgreich von ihm gedeckt und nach 3 Monaten, 3 Wochen und 3 Tagen sind pünktlich vier kleine Eber und eine Sau am 10.08.2015 zur Welt gekommen.

Das Schwäbisch-Hällische Schwein ist ab Anfang des 19. Jahrhunderts in Württemberg, im Landkreis Schwäbisch-Hall, gezüchtet worden. Diese Rasse entstand aus einer Kreuzung zwischen dem chinesischen Jinhua-Schwein und alten lokalen Landschweinrassen.

Charakteristisch bei diesem Schwein sind zum einen die schwarze Färbung des Kopfes, des Halses und des Hinterteils, sowie ein grauer Streifen als Übergang zum restlichen weißen Körper und zum anderen die Schlappohren. Die Eber werden bis zu 350 kg schwer und die Sauen können ein Gewicht bis zu 275 kg erreichen.

Die Schwäbisch-Hällischen Schweine waren in den 50er Jahren auf Grund der starken Widerstandsfähigkeit, der Frühreife, der außergewöhnlichen hohen Fruchtbarkeit und der hervorragenden Fleischqualität sehr begehrt. Ab den 60er Jahren kam es zu einer starken Nachfrage nach Magerfleisch. Da das Schwäbisch-Hällische Schwein als zu fett galt, wurde die Haltung dieser Rasse stark reduziert. Dies führte dazu, dass diese Rasse 20 Jahre später als nahezu ausgestorben galt. Einige Bauern haben diese Schweine weiterhin gezüchtet, trotzdem gilt diese Rasse heute, in der Roten Liste der GEH (Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen), als stark gefährdet.

Kontakt für weitere Informationen:

AG Zoologischer Garten Köln
Bernd Marcordes
Riehler Straße 173
50735 Köln
0221/7785-108
0221/7785-111
marcordes@koelnerzoo.de

  

Fotos:
Werner Scheurer

 

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