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Neuer Giraffenbulle im Kölner Zoo

Köln, 12. Mai 2015. Wir freuen uns über die Gurt eines kleinen Giraffenbullen der am 13. Mai 2015 bei uns zur Welt kam. Seine Mutter Koobi ist eine erfahrene Mutter und kümmert sich hervorragend um den Kleinen. Er ist von den Tierpflegern auf den Namen „Mkali“ – „der Helle“ getauft worden, da er ähnlich wie seine Mutter für eine Netzgiraffe relativ hell gefärbt ist. Es ist Koobi‘s sechstes Jungtier, die selbst im Kölner Zoo vor 12 Jahren geboren wurde. Der 14-jährige Vater Maru stammt aus dem Kopenhagener Zoo.

Für den kleinen Giraffenbullen ist derzeit nur die Milchquelle der Mutter interessant, sonst ernähren sich Giraffen von Blättern, jungen Trieben und Knospen, die sie mit ihrer langen blauen Zunge geschickt und ohne sich an den Dornen der Akazien zu verletzen von den Ästen zupfen. Trinken müssen sie selten, die benötigte Flüssigkeit nehmen sie mit der Nahrung zu sich. Bei uns erhalten sie als Ersatz Luzerneheu, im Sommer Laub, etwas Obst und Gemüse und ein pelletiertes Kraftfutter bestehend aus Getreide, Soja, Vitaminen und Mineralien.

Bei Giraffen tragen sowohl Männchen als auch Weibchen zapfenförmige Hörner auf dem Kopf. Diese setzen die männlichen Tiere im Kampf ein. Gefürchtet sind auch ihre Huftritte, mit denen sie sich gegen Angreifer zur Wehr setzen. Ausgewachsene gesunde Giraffen haben nur wenige natürliche Feinde, wie z.B. Löwen und Tüpfelhyänen die besonders Jungtiere oder alte und kranke Tiere erbeuten. Trotz ihrer Größe und ihres Gewichtes bringen Giraffen es im Galopp auf bis zu 50 km/h.

Kaum ein anderes Tier ist so typisch für Afrika wie die Giraffe. Doch jetzt droht ihr das gleiche Schicksal wie schon Elefanten und Nashörnern. Denn Wunderdoktoren versprechen, aus dem Knochenmark Aids-Medizin zu brauen. Es ist traurig, dass ein so für den afrikanischen Kontinent ikonisches Tier durch die Ausrottung durch den Menschen bedroht ist. Mit nur noch weniger als 80.000 Giraffen in ganz Afrika, nach Schätzungen im Jahr 2012, sind die Bestände weiter abnehmend. Von der Netzgiraffe gibt es in ihrem Verbreitungsgebiet im Nordosten Kenias, den angrenzenden Teilen Süd-Somalias und möglicherweise Süden Äthiopiens noch weniger 4.700 Tiere. Der Kölner Zoo hat sich schon letztes Jahr an dem „World Giraffe Day“ der Giraffe Conservation Foundation beteiligt. Auch dieses Jahr, am 21.6.2015 werden wir ein Zoomobil mit Sonderinformationen dazu einsetzen.

Kontakt für weitere Informationen:
AG Zoologischer Garten Köln
Dr. Alexander Sliwa
Riehler Straße 173
50735 Köln
0221/7785-195
0221/7785-111
sliwa@koelnerzoo.de

 

Fotos: Werner Scheurer

 

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