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GESCHICHTE DES KÖLNER ZOOS

1860

Gründung der Aktiengesellschaft Zoologischer Garten Köln auf Initiative des Kölner Oberschullehrers Dr. Casper Garthe. Seiner Empfehlung folgend wurde der Mediziner Dr. Heinrich Bodinus zum ersten Direktor des Zoos bestellt. Innerhalb von 10 Monaten wurden 40 Tieranlagen aus dem Nichts errichtet, sodass der Kölner Zoo seine Tore am 22. Juli 1860 für das Publikum öffnen konnte.

 

1863

           

Bau des alten Elefantenhauses im maurischen Stil. Zunächst als Giraffen- und Antilopenhaus konzipiert, folgte zwei Jahre später der Anbau für Elefanten. Während seiner langen Geschichte beherbergte das Haus verschiedene Tierarten, wie etwa Giraffen, Antilopen, Elefanten, Flusspferde, Nashörner und Tapire. Es ist heute das älteste erhaltene Gebäude im Kölner Zoo.

 

1884

           

Bau der drei Rinderhäuser im Schweizer Blockhausstil. Die ursprünglich 9 vergitterten Außenanlagen wurden 1958 durch die drei sichtfreie Gräben ersetzt. Heute leben in den zusammengelegten 2 Außenanlagen vor der Kulisse der historischen Rinderhäuser Moschusochse und Bison.

 

1887

           

Bau des historischen Seelöwenfelsen. Kriegsbedingte Reparaturen und Umbauten in den Jahren 1955 und 1961 folgten. Pünktlich zum 120-jährigen Jubiläum wurde die Anlage teilsaniert, sodass wie zu Zeiten der Inbetriebnahme wieder der alte Wasserfall sprudelt.

 

1899

           

Bau des großen Vogelhauses im Stil einer russischen Kathedrale. Dieses Haus durchlebte während seiner langen Geschichte diverse Veränderungen. So lebten hier nach 1903 sogar Schimpansen und Orang-Utans. Nachdem das Haus im II. Weltkrieg fast vollständig zerstört wurden, nahm der Vogelbestand immer weiter ab, während der Anteil der Affen bis 1985 sogar noch um Tiere wie Gorilla, Bonobo und Krallenaffen zunahm. Nach dem Umzug der letzten Affen in das neue Menschenaffenhaus 1985 wurde das Haus zu seiner Bestimmung als Südamerikahaus für Vögel und kleine Affen dieses Kontinents umgestaltet. Bis voraussichtlich zum Jahr 2017 wird das Haus unter Beibehaltung der historischen Außenfassade saniert und im Innenbereich zu einem begehbaren Tropenhaus für die Tiere des südamerikanischen Kontinents umgebaut.

 

1914

           

Bau des Pavianfelsen im Stil der von Carl Hagenbeck eingeführten Panorama- und Freisichtanlagen. Der fast 10m hohe Felsen beherbergt auch heute noch die sehr agilen Mantelpaviane. Über 500 junge Mantelpaviane erblickten auf der Affeninsel das Licht der Welt. So beleben auch heute noch fast 80 Mantelpaviane diese historische und bei vielen Besuchern beliebte Anlage.

 

1914 – 1936

           

Während des 1. Weltkrieges und der Weltwirtschaftskrise Ende der 1920er Jahre stagnierten die Entwicklungsprojekte im Kölner Zoo. Als Folge übernahm die Stadt die Mehrheit der Aktien, bewahrt damit den damaligen Zoo vor der Schließung und trägt bis heute die Verlustabdeckung.

 

1945 – 1947

           

Schließung und Wiedereröffnung des nahezu völlig zerstörten Zoos. Ein Großteil der Tiere hatte den Krieg nicht überlebt. Trotz des spärlichen Tierbestandes strömten die Menschen wieder in den Zoo und konnten somit im zerstörten Köln eine Oase der Ruhe genießen.

 

1957 - 1958

           

Die Stadt Köln legt einen Idealplan für die künftige Neugestaltung des Zoos vor. Das Gelände wird auf 20 Hektar vergrößert und ist damit viermal so groß wie der Zoo in seinem Gründungsjahr 1860.

Die Erstausgabe der Zoozeitschrift „Freunde des Kölner Zoos“ erscheint. Sie richtet sich wie auch noch heute an Freunde und Förderer des Zoos und erscheint damit im Jahr 2014 bereits im 58. Jahrgang.

 

1964

           

Der Kölner Zoo eröffnet als erster deutscher Zoo seine ZooSchule und bietet fortan ein umfangreiches pädagogisches Angebot für Kindergärten und Schulen. Zum 50-jährigen Jubiläum bekommt die Zooschule im Jahr 2014 im Obergeschoss des Clemenshof neue Räumlichkeiten. Den Zooschullehrern steht nun wieder modernste Technik zur Verfügung um die jährlich rund 20.000 Schülerinnen und Schüler für die Tierwelt zu begeistern.

 

1971

Im Rahmen der in Köln stattfindenden Bundesgartenschau wird das Aquarium inklusive integriertem Terrarium und Insektarium eröffnet. Mit Baukosten von 34 Mio. DM ist es bis heute das verhältnismäßig größte und teuerste Projekt in der Geschichte des Kölner Zoos. Auch heute noch ist das Aquarium ein beliebtes Besucherziel und beherbergt mit diversen Reptilien, Amphibien, Fischen und Insekten knapp die Hälfte der im Kölner Zoo lebenden Arten.

 

1973

           

Das Lemurenhaus wird eröffnet, dass zur damaligen Zeit wegen seiner zahlreichen Zuchterfolge seltener Lemurenarten Weltruf erlangte. Heute ist es unter dem Namen Madagaskarhaus bekannt und bietet nicht nur Lemuren wie dem seltenen und stark bedrohten Großen Bambuslemuren ein zuhause, sondern beinhaltet auch eine Anlage für Schildkröten, Amphibien und Vögel dieser einzigartigen Inselwelt.

 

1982

Gründung des Fördervereins „Freunde des Kölner Zoos“. Dank der tatkräftigen Unterstützung des Fördervereins konnte bereits eine Vielzahl kleiner aber auch großer Projekte wie das Regenwaldhaus, der Elefantenpark oder der Hippodom mitfinanziert und umgesetzt werden.

 

1985

           

Zum 125-jährigen Jubiläum des Zoos wird das Urwaldhaus für Menschenaffen eröffnet. Die nächsten Verwandten des Menschen leben hier in großzügigen Innenanlagen inmitten eines tropischen Regenwaldes. Nachdem Orang-Utan und Gorillas sofort entsprechende Außenanlagen zur Verfügung standen, folgte 1996 die Außenanlage der Bonobos.

 

1987 - 1997

           

Eine Vielzahl weitläufiger und auch heute noch moderner Anlagen wird eröffnet. So entstanden in dieser Zeit u.a. die naturnahen Anlagen für Geparden, Kleine Pandas, Leoparden und Okapis. Als Projekt des Fördervereins wird 1997 das Eulenkloster eröffnet.

 

2000

           

Der REGENWALD, das neue Tropenhaus für südostasiatische Tiere und Pflanzen, wird eröffnet. Erstmals erleben Besucher Vögel, Reptilien und Flughunde in einer Erlebnishalle ohne Absperrung.

Der letzte Eisbär verlässt den Kölner Zoo. In den Folgejahren wird die alte Eisbärenanlage zwischenzeitlich für ein Forschungsprojekt an Seehunden der Uni Bochum genutzt. 2010 folgt dann die Umgestaltung zur Flugschau.

 

2004

           

Der Elefantenpark Köln, der größte Auslauf für asiatische Elefanten nördlich der Alpen, wird eröffnet. Auf einer Fläche von zwei Hektar können bis zu 20 Tiere ohne den direkten Kontakt zu ihren Pflegern gehalten werden und somit in ihrem natürlichen Sozialverband leben.

Außerdem wird die Zoo Gastronomie GmbH durch die Zoologischer Garten Köln AG übernommen, wodurch das Tagesgeschäft der Gastronomie nun in der Verantwortung des Zoos liegt.

 

2007

           

Auf das altersbedingte Ausscheiden von Zoodirektor Prof. Dr. Gunter Nogge folgen Theo Pagel und Christopher Landsberg als neuer Zoo-Vorstand. Während Theo Pagel als Direktor für den biologischen Bereich verantwortlich ist, übernimmt Christopher Landsberg den Posten der kaufmännischen Leitung der Kölner Zoo AG.

 

2010

           

Pünktlich zum 150-jährigen Zoojubiläum wird der Hippodom eröffnet. Inmitten einer nachgebildeten afrikanischen Flusslandschaft leben hier in großzügigen Anlagen Flusspferde, Krokodile, Antilopen und verschiedene Vogel- und Kleinsäugerarten.

 

2012

           

Eröffnung der Anlage für Große Ameisenbären, welche sich thematisch an die bereits 2008 eröffnete Tapiranlage anschließt und somit den südamerikanischen Bereich des Zoos erweitert.

 

2014

           

Eröffnung des „Clemenshof“. Auf einem bergischen Bauernhof können Besucher etwas über bedrohte Nutztierrasen lernen und diese Tiere auch im Streichelzoo direkt erleben. Im Obergeschoss des Clemenshof entstehen für die Zooschule neue moderne Räumlichkeiten.

 

           

Als bekanntester Bewohner des Clemenshof zieht Hennes VIII., das Maskottchen des 1. FC Köln, in den Kölner Zoo. Mit seiner neuen Partnerin Anneliese erfreut er seitdem nicht nur die Kölner Fußballfans.

 

           

Neben der neuen Gastronomie, präsentieren sich auch die beiden Zooshops in neuem Gewand und werden als Tochterunternehmen in die Zoologischer Garten Köln AG eingegliedert. Im Untergeschoss des Clemenshof findet der große Zooshop neue Räumlichkeiten, während das ehemalige Shop-Gebäude als neuer Nebeneingang inklusive kleinem Shop an der Riehler Straße, den in die Jahre gekommen Nebeneingang beerbt.

 

           

Auf der Fläche der alten Gastronomie entsteht ein vollständiger Neubau in modernem Gewand. Die seit 2004 in die Zoologischer Garten Köln AG eingegliederte Gastronomie, kann nun auch in einem separaten Anbau Events und Veranstaltungen ausrichten.

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In drei Minuten zeigt Ihnen unser Imagefilm die verschiedenen Facetten des Kölner Zoos. Viel Spaß beim Anschauen!

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