Kleiner Gorilla - große Klasse! 
 

 

Am 4. März wurde ein kleiner Gorilla geboren. Gorilla-Mama Gina (28) kümmert sich fürsorglich um Ihr Jungtier. Sie hält es eng bei sich, dass die Tierpfleger das Geschlecht noch nicht bestimmen konnten. Silberrücken Kim (34) ist der Vater des Babys. Acht Jungtiere wurden bereits im Kölner Zoo geboren. Darunter auch Kito (6), der große Bruder des Gorilla-Babys.

 

Die Gorillas sind die größten lebenden Primaten und die ausgeprägtesten Blätterfresser unter den Menschenaffen. Sie sind durch ihr schwarzgraues Fell und den stämmigen Körperbau charakterisiert und leben in den mittleren Teilen Afrikas. Wurden früher alle Tiere zu einer Art zusammengefasst, so unterscheiden jüngere Systematiken zwei Arten mit jeweils zwei Unterarten: der Westliche Gorilla (G. gorilla), der in den Westlichen Flachlandgorilla (G. g. gorilla) und den Cross-River-Gorilla (G. g. diehli) aufgeteilt wird; und der Östliche Gorilla (G. beringei), bei dem zwischen dem Östlichen Flachlandgorilla (G. b. graueri) und dem Berggorilla (G. b. beringei) unterschieden wird.

 

Gorillas haben ein polygynes Paarungsverhalten, das heißt nur das dominante Männchen pflanzt sich mit den Weibchen der Gruppe fort. Die Tragzeit beträgt etwa 8½ bis 9 Monate und ist somit zusammen mit der des Menschen die längste aller Primaten. In der Regel kommt ein einzelnes Jungtier zur Welt, Zwillinge sind selten. Neugeborene wiegen rund 2 Kilogramm, mit drei Monaten können sie krabbeln und reiten danach mehrere Jahre auf dem Rücken der Mutter. Nach drei bis vier Jahren werden sie entwöhnt. Das Geburtsintervall liegt dementsprechend bei 3,5 bis 4,5 Jahren – außer wenn das Jungtier früher stirbt. Beobachtungen zufolge liegt die Sterblichkeitsrate bei Jungtieren bei 42%, insbesondere im ersten Lebensjahr ist sie hoch. Im Laufe seines Lebens bringt das Weibchen durchschnittlich zwei bis drei überlebende Jungtiere zur Welt. Weibchen erreichen die Geschlechtsreife mit sechs bis acht und Männchen mit zehn Jahren. Aufgrund der Sozialstruktur erfolgt die erste Paarung jedoch meist erst einige Jahre später: bei Weibchen mit neun bis zehn und bei Männchen mit 15 Jahren. Die Lebenserwartung der Gorillas liegt bei 35 bis 40 Jahren, das älteste bekannte Tier in menschlicher Obhut – ein Gorilla namens „Massa“ aus dem Zoo in Philadelphia – wurde 54 Jahre alt.

 

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In drei Minuten zeigt Ihnen unser Imagefilm die verschiedenen Facetten des Kölner Zoos. Viel Spaß beim Anschauen!


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