Erstmals im Kölner Zoo: Kropfgazellen! 
 

 

Seit Ende Februar hält der Zoologische Garten zum ersten Mal in seiner Geschichte die anmutigen Kropfgazellen aus den Trockengebieten Asiens. Nachdem am 23. Februar zwei junge Weibchen aus dem Tierpark Hagenbeck, Hamburg,  zu uns kamen, zog am 2. März ein junger Gazellenbock aus dem Tiergarten Nürnberg ein. Alle drei Tiere laufen nun schon mit federndem Gang über die neu gestaltete, ehemalige Anlage der Saiga-Antilopen, zwischen dem Pavianfelsen und dem Elefantenpark gelegen.

 

Nicht von ungefähr schwärmen in vielen Gedichten und Erzählungen die Menschen im Verbreitungsgebiet, von Arabien bis nach Nord-China, von den großen dunklen Augen der Gazellen. Es sind zierliche Tiere, hellbraun mit einem dunklen Körperstreifen und einem gewundenen Gehörn bei den Böcken. Namensgebend für die Art ist, ebenfalls nur bei den Böcken, die Ausbildung eines kropfartig anschwellenden Kehlkopfs, der als Schallverstärker bei der Brunft fungiert. Die Tiere sind mit nur 18 bis 30 kg Gewicht kleiner als unsere einheimischen Rehe und leben in kleineren Herden in der Halbwüste und Steppe. Sie führen dort ein nomadisches Leben. Durch die unregelmäßigen Niederschläge in den Halbwüsten müssen sie auf der Suche nach geeigneten Weiden weite Strecken zurücklegen. Ihre sprichwörtliche Flinkheit zeigt sich bei den spielerischen Prellsprüngen und einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 70 km/h. Ihre Verteidigung liegt in der Flucht vor Wölfen, Schakalen, aber auch großen Greifvögeln. Früher bejagte man die Kropfgazellen traditionell an Tränken oder mit Hunden und großen Beizvögeln. Gegen die weitreichenden Schusswaffen und Allradfahrzeuge des Menschen heutzutage kann sie in der offenen Landschaft auf Dauer aber nicht bestehen. Man schätzt ihren Bestand im Freiland noch auf ca. 100.000 Tiere, mit stark abnehmender Tendenz, verursacht durch Überjagung.

 

Wir hoffen, dass die attraktive Gazellenart ihre Anhängerschaft bei den Besuchern des Kölner Zoo findet und dass wir in Zukunft gute Nachzuchterfolge haben werden. 

 

Fotos: Rolf Huerche

 

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In drei Minuten zeigt Ihnen unser Imagefilm die verschiedenen Facetten des Kölner Zoos. Viel Spaß beim Anschauen!


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