Mbeli Bai

In der Volksrepublik Kongo haben sich Flachlandgorillas einen einzigartigen Lebensraum erobert: riesige, natürliche Waldlichtungen, sogenannte Bais. Hier findet man die Tiere zu Dutzenden, zusammen mit Waldelefanten, Guerezas, Sitatungas und vielen anderen Tieren.

Ein einzigartiger Lebensraum

Mbeli Bai liegt im Südosten des Nouabalé-Ndoki-Nationalparks und umfasst eine Fläche von 13 ha. DieWaldlichtung ist sumpfig und von Schwimmpflanzen geprägt. Seit 1995 untersuchen Forscher der Wildlife Conservation Society (WCS) die Lebensweise der Gorillas vor Ort. Die Langzeitstudien geben Aufschluss über die Dynamik des Zusammenlebens und die Faktoren, die Wachstum und Fortpflanzung
der Gruppe beeinflussen. Erst mit diesem Wissen kann man Schutzkonzepte planen. Durch die Anwesenheit der Forscher sind die Tiere außerdem vor Wilderen und Holzfällern sicher.

Gemeinsam mit der einheimischen Bevölkerung

Das Projekt bezieht auch die lokale Bevölkerung mit ein. Kongolesen werden als wissenschaftliche Assistenten ausgebildet und angestellt. Der „Club Ebobo“ (kongolesisch für Gorilla) vermittelt Schulkindern die Bedeutung des Gorillaschutzes.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Ökotourismus, der Touristen die Möglichkeit bietet, die Tiere aus der Nähe zu betrachten. Das eingenommene Geld fließt dem Projekt zu.

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