Rückkehr der einstigen Vielfalt?
Das kleine Königreich Swaziland, ein monarchischer Binnenstaat im südlichen Afrika, hat zwar 1968 seine Unabhängigkeit erlangt, ist aber wirtschaftlich abhängig von Südafrika. Die Lebenserwartung in Swaziland ist die niedrigste, die Aidsrate die höchste der Welt. Höhlenzeichnungen zeugen noch heute davon, dass die Tieflandregionen einst eine Fülle von Großwirbeltieren beherbergte, darunter auch Flusspferde und Krokodile. Doch Burenkriege, die Ausbeutung der Bodenschätze und Großwildjagden rotteten die einstige Vielfalt aus. Die „Big-Five“, Büffel, Elefant, Nashorn, Löwe und Leopard, gab es bald nur noch als Briefmarkenmotiv. Krokodile gibt es noch in kleinen Vorkommen, Flusspferde konnten sich erst in der 1970er Jahren wieder als kleine Gruppe ansiedeln.
Wenn Tiere zu Problemtieren werden
Doch in den ehemaligen Lebensräumen der Tiere leben heute fast überall Menschen, die entlang der Flussufer Felder bewirtschaften, am Fluss Wasser holen, die Wäsche waschen oder den Fluss überqueren. Die Flusspferde werden gestört und attackieren nicht selten die Menschen. Die Tiere, die sich außerhalb von geschützten Parks angesiedelt haben, befinden sich in ständiger Konkurrenz zu einer wachsenden Bevölkerung. Ähnlich verhält es sich mit den Krokodilen, die regelmäßig die Weidetiere, aber auch Menschen attackieren. Beinahe täglich kommt es zu Kontakten zwischen den gefährlichsten Raubtieren Afrikas und den dort lebenden Menschen, Flusspferde und Krokodile sind zu „Problemtieren“ geworden.
Vermittler zwischen Mensch und Tier
Die staatliche Naturschutzbehörde bemüht sich, bei diesen Konflikten zwischen Wildtier und Mensch zu helfen. So versucht sie, Tiere, die immer wieder Schaden anrichten, in geschützte Parks zu bringen. Da diese oft schon mit Flusspferden besetzt sind, müssen auch neue Lebensräume geschaffen werden, indem Dämme gebaut oder ausgebessert werden. An den Ufern der Flüsse werden Bereiche abgesichert, an denen die Menschen Wasser holen können. Bei Verlust von Ernte oder Weidevieh werden Formen der Entschädigung geprüft. Wenn bei einer Krokodilattacke jedoch ein Mensch zu Schaden kommt, ist ein direktes Eingreifen notwendig.
Die Naturschutzbehörde ist zu diesem Zweck mit Lebendfallen ausgerüstet. Diese müssen jedoch immer wieder ausgebessert werden. Auch die Transportmöglichkeiten für die Fallen müssen optimiert werden. Der Kölner Zoo unterstützt das Projekt, indem er diese Maßnahmen zur Eindämmung von Mensch-Tier-Konflikten finanziell untertsützt.
In drei Minuten zeigt Ihnen unser Imagefilm die verschiedenen Facetten des Kölner Zoos. Viel Spaß beim Anschauen!
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